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Die Kunstschöpfung Afrikas
bildet zusammen mit der bedeutenden Sammlung
griechisch-italienischer Ausgrabungen die Hauptanziehungspunkte des
Mailänder Museums.
Das Besondere an den Ausstellungen ist ihr didaktischer,
kunsthistorischer Wert, sowie die Art der Darstellung der Objekte.
Der kunsthistorische Wert
beruht auf dem Ursprunge der Sammlungen. Diese waren Lehrsammlungen
einer bekannten Malschule, die in Dresden im Jahre 1906 von den
Familien Kurau und Matthaes gegründet wurde. Die Sammlung "Afrika"
dieser Schule (38 der 300 ausgestellten Objekte) entstand in den
Jahren 1906 bis 1926, als die Kunststadt Dresden das Zentrum der
modernen europäischen Malerei war. Die ausgewählten Objekte
afrikanischer Kunst der didaktischen Sammlung dienten somit dem
spezifischen Zwecke, den Malschülern dieser Jahre neue Inspirationen
zu vermitteln.
Die Besonderheit der
Darstellung in dem Mailänder Museum besteht in der Einbeziehung der
Objekte in ihre ursprüngliche Umgebung, die Szenen aus dem Leben
Schwarzafrikas wiedergeben: Die Stellung der Frau, ihre
Arbeitsgeräte, die Mutterschaft, Hochzeitsgeschenke, der Totenkult,
Masken für den Tanz und Masken, die Gehorsam fordern,
Musikinstrumente, der Jäger, das Haus der Männer, hölzerne
geschnitzte Figuren als Lebenspartner usw.
Ein besonderer Saal mit
ausgesuchten afrikanischen Kunstobjekten und diesbezüglichen
Anleitungen ist der Echtheitserkennung gewidmet.
Interessant und besonders aufschlussreich für Sammler ist auch eine
Abteilung, wo Masken und Figuren gegenübergestellt sind, die
beziehungsweise vor 1930 (etwa) und nach 1930 hergestellt wurden und
es damit einem ernsthaften Sammler erleichtern, sich schon auf den
ersten Blick eine ungefähre Meinung über Altes und Neues zu bilden. |