Wissenschaftliche Altersmessung von Afrikanischen Hölzern

Alle ausgestellten Holzobjekte sind mit der spektroskopischen IR Methode datiert worden. Die Holzprobeentnahme ist sehr einfach, der Preis ist mäßig und die Ergebnisse sind schnell erhältlich. Die Messbarkeit von hölzernen Kunstobjekten ist von grundlegender Bedeutung geworden und für jedermann zugänglich und erschwinglich.

ANWEISUNGEN ZUR ENTNAHME EINES HOLZPULVERMUSTERS

 
Für die Datierung müssen einige Milligramm Holzpulver (15-20 mg) mit einem fräsenförmigen Bohrkopf von etwa 2.5 mm Durchmesser vom Objekt entnommen werden. Durch die Bohrung entsteht ein kleines Loch in der Größe eines Holzwurmlochs. Obwohl diese Technik nicht als "nicht invasiv" bezeichnet werden kann, ist der wirkliche Schaden in fast allen Fällen bedeutungslos.
Das Holzmehl kann in ein kleines Stück weißes Papier gefaltet und direkt an das Laboratorium per Post geschickt werden.

Vorteile gegenüber anderen bekannten Datierungsmethoden von Holzobjekten

  1. Nur die spektroskopische Analyse kann die Verwendung von bereits altem Holze für rezente Fälschungen erkennen.

  2. Das spektroskopische Verfahren gewährleistet eindeutige Messergebnisse für eine Zeitspanne ab 1650 bis heute und schließt damit eine Lücke, die durch die herkömmliche C14-Methode nicht abgedeckt wird. Im Unterschied zu anderen Datierungsmethoden mißt das spektroskopische Verfahren den Zerfall des Holzes im Anschluss an das Fällen des Baumes, und zwar gleichmäßig entlang der gesamten Breite des Stammes.

  3. Die Datierung wird durch künstlich induzierte Alterungsprozesse des Holzes nicht verfälscht.

  4. Die Datierungsmethode deckt die Entstehungsperioden von üblichen Antiquitäten fast lückenlos ab.

  5. Mit einer glaubhaften Datierung kann sich der Besitzer eine klare Meinung über das Objekt in seinem Besitz bilden

Einschränkungen der spektroskopischen Methode
 
Ihre höchste Genauigkeit erzielt die spektroskopische Methode gegenwärtig bei Objekten mit einem Alter zwischen 20 und 800 Jahren.
 
Holzwürmer verändern die chemische Zusammensetzung des Holzes, indem sie sich von bestimmten Molekülen ernähren. Durch mikroskopische Voruntersuchungen, sowie durch die Spektroskopie selbst ist es möglich, das von wurmstichigen Hölzern stammende Holzpulver zu identifizieren. Abhängig vom Ausbreitungsgrad des Wurmstiches kann die Datierung eine mehr oder weniger breite Fehlermarge enthalten bzw. die Heranziehung einer neuen Holzprobe erforderlich machen.
 
Objekte tropischen oder äquatorialen Ursprungs, die sich bereits seit mehreren Jahrzehnten in Europa oder anderen temperierten Klimazonen der Welt befinden, ergeben mit dem spektroskopischen Verfahren eine jüngere Datierung, so dass auch hier die Ergebnisse mit Hilfe entsprechender Informationen korrigiert werden müssen.

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